|
|
|
Der Nahostkonflikt: Methodik |
|
|
|
|
1. Vorbemerkung Die beiden Stunden folgen dem gängigen Muster einer Stunde im Stil des Frontalunterrichts. Der Grund hierfür ist zum einen, dass Präsentationen durch ihren hohen Erstellungsaufwand weniger zum schülerzentrierten Unterricht taugen, da die Erstellung einer sinnvollen Präsentation durch Schüler für die reguläre 45-Minutenstunde zu lange dauert. Präsentationen können aber den trockenen Frontalunterricht anschaulicher machen und verlebendigen. Zum anderen ist der variierte Frontalunterricht immer noch - und nicht zu unrecht - sehr verbreitet, sodass viele Kollegen dieses Modell leicht in ihren Unterricht übernehmen können, ohne ihre gewohnte Lehrweise umstellen zu müssen. 2. Methodische Bemerkungen Unterrichtsverlauf Der Lehrer orientiert sich vorab am besten am Verlaufsplan, den er von der Startseite aus unter dem Stichwort "Unterricht" findet. Dort sind die Phasen, die Inhalte, die Methodik und die Medien verzeichnet. Zur Vorbereitung empfiehlt es sich aber, den Inhalt noch durch eigene Notizen zu ergänzen. Es empfiehlt sich, um Ladezeiten zu verkürzen, PowerPoint zuerst zu öffnen und erst dann die Präsentation von hier aus aufzurufen. Für den Fall, dass nur eine mobile Multimediaeinheit im normalen Klassenzimmer verwendet wird, ist es ratsam, den Stundenverlauf auszudrucken und die Stunde mit ihren Materialien über die Seite "naover" (=Vertiefung) zu steuern. Dadurch werden die Schüler nicht durch unnötige Projektionen abgelenkt. Zur Themaableitung wird zuerst eine kurze aktuelle Hinführung zum Thema benötigt, beispielsweise eine Zeitungsmeldung zu Nahost. Sodann wird die Präsentation "Themaableitung" aufgerufen und abgespielt. Dabei ist zu empfehlen, den Beamer nach hinten zu richten, sodass die Schüler, wenn sie dem Lehrer zuhören oder von der Tafel abschreiben, nicht durch die Projektionen abgelenkt werden. Der Lehrer fragt vor dem letzten Klick, der den Titel "Woher kommt der Konflikt in Nahost?" einleitet, was man sich angesichts dieser Gewaltspirale alles fragen kann. Als Nächstes hält der Lehrer einen ca. zehn Minuten langen Vortrag zum Begriff "Nahost" und der Genese des Konflikts in Nahost seit Ende des 19. Jahrhunderts, den er an der Tafel gemäß dem vorbereiteten Tafelbild sichert. Dabei ist es von Vorteil, die Ursachen an der linken Seitentafel zu notieren, den Verlauf in der Mitte und die Probleme u.U. an der rechten Seitentafel. Nach den Ursachen des Konflikts startet der Lehrer die Präsentation. Zur Handhabung der Präsentationen muss man den Lehrervortrag genau auf die Schlüsselwörter der Präsentation abstimmen. Diese sollten quasi gleichzeitig mit der Artikulation der Schlüsselbegriffe eingeblendet werden und dem Schüler dadurch die Bedeutung dieser Information verdeutlichen. Anbei erfolgen Detailerläuterungen. Die Präsentation arbeitet Krieg für Krieg durch und bietet dazu auch interaktive Quellen zur Beurteilung der Kriege. Die Ergebnisse werden sukzessive an der Tafel gesichert. Die erste Stunde wird im Normalfall mit diesem Ergebnis schließen, Reste lassen sich auch leicht in die nächste Stunde verlagern. Die zweite Stunde versucht eher, auf der gegebenen Basis die Probleme des Konflikts herauszuarbeiten und anzuwenden. Hierzu steht ein Arbeitsblatt zur Verfügung, das sich mit dem Flüchtlingsproblem eingehend auseinandersetzt. Die weiteren Probleme, also hauptsächlich das Problem der besetzten Gebiete und des Prinzips Land gegen Frieden, sollen die Schüler an Hand aktueller Stellungnahmen und Informationen aus dem Internet verdeutlichen. Die gewonnenen Informationen können abschließend in einer gestellten Debatte Israeli gegen Palästinenser angewendet werden. (vgl. Erweiterung)
|
|